ABERHALLO Video Installation by Hede Beck and Wolf Nkole Helzle

In einem abgedunkelten Raum erscheint die lebensgroße Projektion einer Frau, die den Satz „Ich bin ein Traum“ in Szene setzt. Man wird förmlich in die Performance hineingezogen, zeugt dieser Satz doch von etwas zutiefst Menschlichem und wird in einer entsprechenden Variationsbreite und Intensität wiederholt. Für jede Ausstellung wird sie neu aufgezeichnet, im Idealfall vor Ort.



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Die minimalistische Video-Performance „ABERHALLO“ - eine Gemeinschaftsproduktion der Schauspielerin und Sprecherin Hede Beck und des Medienkünstlers Wolf Nkole Helzle - wird vor schwarzem Hintergrund und ohne Requisiten aufgenommen, sodass der umgebende Raum ausgeblendet ist, die Aktivitäten irgendwo stattfinden könnten. Für die Aufführung wird der Videobeamer um 90 Grad gedreht, sodass die 16:9 HD-Rückprojektion im Hochformat zu sehen ist.
Die beiden Künstler betreten mit ihrer Arbeit einen universellen Zwischenbereich menschlicher Existenz, mit dem sich beide schon seit geraumer Zeit auseinander setzen. Träume sind so allgegenwärtig wie geheimnisvoll. Sie tauchen in archaischen Riten auf, durchziehen die Weltliteratur, sind Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Die 37:34 Minuten lange Performance von Hede Beck ergreift uns wie an der Wurzel dieses Themas und gibt uns Gelegenheit, einer Darstellung urtümlicher Kraft beizuwohnen, ohne - und mit - aller Rücksicht auf jegliche Befindlichkeit. Ihre Eindringlichkeit, gepaart mit gleichzeitiger Leichtigkeit, erinnert an die Aussage Sri Aurobindos: „Authentizität ist ein erster Schritt zur Absolutheit“.

Die erste Idee, die Einladung an Hede Beck und die technische Umsetzung stammen von Wolf Nkole Helzle. Seit geraumer Zeit arbeitet er vermehrt an Produktionen, die er mit anderen Künstlern - beispielsweise Masayuki Akamatsu, Gert Anklam, Luca Siermann und Günther Reger - gemeinsam entwickelt.

... und war wirklich beeindruckt von Hede Becks schauspielerischen Leistung, ganz ohne Schnitt, ganz ohne jegliches Hilfsmittel - sprich Kollegen, Kulisse ... diese halbe Stunde nur mit ihrem Körper, mit ihrer Sprache und dem spärlichen Vokabular zu bestreiten - wow - Hut ab. Ihre Gestik, ihr Formulieren hat wirklich Beklemmung und so manchen eiskalten Schauer ausgelöst ... geht zweifelsohne unter die Haut!
Auch die Machart, die Produktion hat mir gut gefallen. Oft empfinde ich Künstlerfilme geradezu als Ohrfeige für unsere Zunft: Wackelkamera, ungewollte Schärfenprobleme, schlechtes Licht ... doch in dieser Performance ist die Umsetzung absolut gelungen!
Nina Sohl, Filmemacherin, Sohl Media


In a darkened room appears the life-size projection of a woman who stages the words „Ich bin ein Traum“ (I am a dream). Repeated in a corresponding spectrum of variations and intensity, these words testify to something utterly human. As a viewer one is inevitably drawn into this performance, which is re-recorded for every exhibition, ideally on location.


The minimalist video performance ABERHALLO, a collaboration of actor and narrator Hede Beck and media artist Wolf Nkole Helzle, is filmed without any props against a black backdrop. Thus, the surrounding space is blanked out; the activities could be taking place anywhere. For the presentation, the video projector is rotated ninety degrees so that the 16:9 HD rear projection is in panel format.

With this work, the two artists enter a universal twilight zone of human existence, an area both, Beck and Helzle, have been exploring extensively. Dreams are as ubiquitous as they are mysterious; they emerge in archaic rites, permeate world literature, and are the object of scientific research. Hede Beck’s 37:34 minute-performance takes hold of us as if by the root of this subject and provides us with the opportunity of being present at a demonstration of archaic power, delivered with - and simultaneously without – consideration of sensitivities of all descriptions. Her vigour, coupled with ease, is reminiscent of Sri Aurobindo’s words: “Authenticity is the first step towards the absolute.”

The initial idea for this project, the invitation to Hede Beck, and the technical realization stem from Wolf Nkole Helzle, who increasingly has been developing projects in collaboration with other artists – such as Masayuki Akamatsu, Gert Anklam, Luca Siermann, and Günther Reger.