
Der Stuttgarter Medienkünstler Wolf Helzle begrüßt mit seinem Medien-Kunst-Stück die Besucher aus aller Welt im Stuttgarter Bahnhofsturm. Diejenigen, die sich am Samstag 10. oder 17. Juni 2006 zwischen 10 und 20 Uhr vor Ort von ihm fotografieren lassen, werden Teil eines weltweiten Projekts. Helzle fotografierte in den vergangenen Jahren über 15.000 Menschen in Sambia, Japan, Korea, Polen, Deutschland, usw. Alle Portraits werden auf das Kreuzgewölbe der Ebene 3 im Bahnhofsturm projiziert. Kompositionen aus dem Zyklus »konzert für b.« des Berliner Baritonsaxophonisten Gert Anklam begleiten die Videoprojektionen von Wolf Helzle. Es wird ein auf 50 Exemplare limitiertes, signiertes Multiple (DVD 60 Minuten morphing&sound) aufgelegt
(Bestellschein als PDF-Datei)
Nicht nur die fotografierten Gesichter werden gezeigt, sondern auch die in Echtzeit berechneten Übergänge von Gesicht zu Gesicht. Jedes neue Portrait wird nahtlos in die Projektion eingefügt, wobei sich die Reihenfolge der Gesichter immer wieder ändert. Der eine wird so zum anderen und alle zusammen ergeben ein meditatives Bild der Menschheit, in dem sich jeder Fotografierte als Individuum wiederfindet.
Kompositionen aus dem Zyklus »konzert für b.« des Berliner Baritonsaxophonisten Gert Anklam begleiten die Videoprojektionen von Wolf Helzle. Ausgehend vom Einfachen – einem einzigen Ton – entwickelt sich die Musik hin zu scheinbar mehrstimmigen, extrem obertonreichen Klanggeweben. Der Zyklus des Ein- und Ausatmens bestimmt unser subjektives Zeitempfinden. Durch den Einsatz der Zirkularatmung fällt die gewohnte Unterbrechung des Luftstroms in Anklams Musik weg. Damit verliert sich scheinbar das individuelle Zeitmaß für Spieler und Hörer. Die Zeit dehnt sich und öffnet einen sehr weiten Raum in dem sich die von Helzle fotografierten Gesichter bewegen.
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