Die Initiative: Visual Music Stuttgart

Der Bildwissenschaftler Hans Dieter Huber (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart), die Medienkünstler Wolf Helzle und Kurt Laurenz Theinert sowie der Videojockey Matthias Siegert gründeten Mitte des Jahres 2005 in Stuttgart eine Initiative, welche das Ziel hat, Produktion, Präsentation und Reflexion von Visual Music zu thematisieren. Die Initiative Visual Music Stuttgart möchte damit spezifische Ressourcen und Potentiale der Region aufgreifen und in der internationalen Praxis der visuellen Musik profilieren.
Visual Music Stuttgart versteht sich als eine Initiative zur Bündelung und Intensivierung bereits vorhandener Aktivitäten in Institutionen
der Region. Und diese sind bereits in der Vergangenheit durchaus beachtlich: Sei es die bedeutende Ausstellung zum „Klang der Bilder“ in der Staatsgalerie Stuttgart, seien es audiovisuelle Produktionen beim Eclat-Festival oder den elektronischen Nächten der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, seien es Medien- und Filmkunstfestivals wie der Filmwinter, der Media Space oder „DSPLY: visual music“. Ferner arbeiten zahlreiche Musiker und Visualisten in der Region zusammen an audiovisuellen Produktionen.
Gegenüber anderen Zentren der Visual Music wie Berlin oder London, verfügt Stuttgart jedoch nicht nur über Orte der Produktion und Präsentation, sondern zudem über ein großes reflexives Potential seitens der Wissenschaft (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart, Medienkunstgalerie fluctuating images). Die Wissenschaft hat sich bislang kaum mit dem sehr jungen Phänomen der Visual Music auseinandergesetzt. Hier besteht entschieden Handlungsbedarf. Eine ähnliche Initiative wie Visual Music Stuttgart, nämlich AVIT in Birmingham, hat dies unlängst hervorgehoben, die große Ausstellung „visual music“ in Los Angeles in diesem Jahr hat es bestätigt. Es bietet sich somit eine exzellente Chance für Stuttgart und seine Region, dieses Thema im internationalen Kulturvergleich zu besetzen und zu profilieren.
Die Initiative befindet sich nach mehreren Treffen in der Phase der Konzeptions- und Projektentwicklung. Recht früh hat sich gezeigt, dass schon 2006 eine thematische Bündelung verschiedener Veranstaltungen möglich und wünschenswert wäre. Visual Music soll bei der Fußball-Weltmeisterschaft auf den großen Bildschirmen in der Stadt platziert werden, ein bildwissenschaftlicher Kongress der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart wird sich im Herbst 2006 dem Thema Schaulust widmen, im Württembergischen Kunstverein wird fluctuating images zusammen mit dem Kunstverein im selben Jahr eine Ausstellung präsentieren, deren zentraler Bestandteil Visual Music-Veranstaltungen sind, der Württembergische Kunstverein schließt mit einer Ausstellung zu Expanded Cinema an das Thema an. Weitere Stuttgarter Institutionen arbeiten am Thema der Visual Music oder präsentieren sie (Eclat, Forum Neues Musiktheater, Wand 5).

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(Positionsskizze als PDF-Datei)
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